Juni 2019 | Entwicklungs- und Innovationszentrum Marquardt wurde feierlich eingeweiht

Vor 21 Monaten versenkten wir die Zeitkapsel bei der Grundsteinlegung für das Entwicklungs- und Innovationszentrum (EIZ) des Mechatronik-Experten Marquardt – und nun ist es soweit: der Neubau ist fertiggestellt und offiziell eingeweiht.

500 internationale Gäste aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung, Planungs- und Baufirmen sowie Gesellschafter und Mitarbeiter des Familienunternehmens folgten der Einladung zum Festakt und waren zugegen, als von den Funktionsträgern ein symbolisches Band zur Eröffnung durchgeschnitten wurde.

Danach nutzten die Gäste die Gelegenheit, den Neubau zu besichtigen. Mehrere Rundgänge mit unterschiedlichen Info-Points wurden hierfür aufgebaut, sodass die Gäste Einblicke in die neuen Räumlichkeiten bekamen, sich über Produkte informierten oder Erläuterungen zum architektonischen Konzept erhielten. Auch konnten sie den Neubau virtuell begehen, denn die Architekten der PLAN FORWARD GmbH erzeugten für die Planungs- und Realisierungsphase ein 3D-Modell, das mit Hilfe einer zusätzlichen Software einen virtuellen Rundgang durch das geplante Gebäude ermöglichte.

„Eine Vision ist wahr geworden. Es war sportlich und sehr spannend bis zum Schluss, daher auch einen großen Dank an alle Beteiligten, die so eine tolle Leistung erbracht und dies ermöglicht haben“, hebt Dieter Deichsel, Geschäftsführer der PLAN FORWARD GmbH, zum Projektabschluss hervor.

Über 30 Mio. Euro investierte der Mechatronik-Experte in den Neubau, der über 600 Ingenieuren, Technikern und Facharbeiten einen modernen Arbeitsplatz bietet.

"Diese Investition ist ein klares und im wahrsten Sinne des Wortes ein unverrückbares Bekenntnis zum Standort Deutschland. Wir wollen gemeinsam mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weiter unsere Zukunft gestalten, global, aber eben auch hier an der Wiege von Marquardt“, so Dr. Harald Marquardt, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Marquardt Gruppe, in seiner Ansprache.

Zum Projekt

„Städtebaulich fügt sich der Neubau aufgrund der Gebäudegliederung und der Höhenstaffelung unaufdringlich in die kleinteilige Umgebung ein, die gegenüber liegende Kirche bleibt das wichtigste Gebäude im Zentrum der Gemeinde Rietheim. Durch den gestalteten Vorplatz und der Neustrukturierung der Schloßstraße wird dieses Zentrum bzw. der öffentliche Bereich zusätzlich aufgewertet.“ betont Projektleiter Thomas Wadl.

Die Büro- und Entwicklungsräume des EIZ sind um zwei lichtdurchflutete Atrien organisiert, die für den lockeren Austausch, für Veranstaltungen oder Town-Hall-Meetings genutzt werden können. Teil des Gebäudes ist ebenso ein neues Betriebsrestaurant und ein Ausbildungszentrum, das zu den modernsten der Region gehört.

Beim Neubau wurden zahlreiche Umweltaspekte berücksichtigt. So wurde in ein Blockheizkraftwerk investiert, mit dem der jährliche CO2-Ausstoß um rund 100 t reduziert wird. Weitere Energie wird über eine Photovoltaikanlage auf dem Dach gewonnen. Im kompletten Gebäude werden LEDs genutzt, was den Strombedarf Beleuchtung um 60 Prozent reduziert. Und zum Heizen oder Kühlen wird die umweltschonende und zugleich wirtschaftlichere Betonkernaktivierung eingesetzt.

Geplant und betreut wurde das Großprojekt von der PLAN FORWARD GmbH, unter Federführung des Architekten Dieter Deichsel. Im März 2017 überzeugten die Architekten mit ihrem Entwurf, für den die Jury einstimmig votierte.